VPB e.V. warnt: Beim Immobilienkauf nicht nur auf den Notar verlassen, sondern im Zweifel Expertenrat hinzuziehen

Der Verband Privater Bauherren e.V. (VPB) hat in einer Pressemitteilung vom 28. Januar 2015 davor gewarnt, sich beim Kauf einer Immobilie (Grundstück, Haus, Wohnung) einfach auf den Notar zu verlassen, da es nicht dessen Aufgabe sei, zu prüfen, ob ein Vertrag „fair“ ist oder den Käufer benachteilige.

Die Rolle des Notars beim Immobilienkauf

In der Tat nimmt der Notar beim Kauf einer Immobilie nur eine neutrale Rolle ein und darf weder die eine noch die andere Seite rechtlich beraten. Er ist insofern zur strengen Neutralität verpflichtet. Wenn der Vertrag geltendem Recht entspricht, hat er diesen nicht zu bewerten, darf also dem Käufer keine Ratschläge erteilen.

Nachteile für Käufer nicht ausgeschlossen

Leider nutzen viele Bauträger oder andere Verkäufer von Immobilien diese Situation aus und diktieren Klauseln in die Verträge, die Käufer im Verhältnis zu gewöhnlichen Verträgen erheblich benachteiligen. Das kann zahlreiche Aspekte betreffen, etwa die Fälligkeit des Kaufpreises, die Gestaltung der Eigentumsübertragung, die Fertigstellung der Bauleistungen, die Regelungen zum Schadensersatz bei verspäteter Fertigstellung, die Mängelgewährleistungsansprüche und so weiter.


Rechtlichen Rat vor Immobilienkauf einholen

Da der Kauf einer Immobilie in der Regel eine beträchtliche Investition darstellt und man sich auch bei der Prüfung des technischen Zustandes meist fachlichen Beistand holt, sollte man bei der Prüfung rechtlicher Fragen, die mit mindestens ebenso großen wirtschaftlichen Risiken verbunden sind, nicht an der falschen Stelle sparen, sondern sich anwaltlich beraten lassen.

Sprechen Sie uns rechtzeitig, bevor Sie einen Kaufvertrag unterschreiben, an oder schreiben Sie uns: info@lhd-berlin.de.